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Neuer Selbstlernkurs: Kritisches Denken im Zeitalter von KI

Julia Kokke M.A.

Neuer Selbstlernkurs: Kritisches Denken im Zeitalter von KI

Ende September 2026 ist mein zweiter Selbstlernkurs erschienen: „Kritisches Denken im Zeitalter von KI – Mit journalistischem Handwerkszeug Fake News besser erkennen“. Der Kurs ist im Rahmen des grenzüberschreitenden EU-Projekts Engagement‘GR / Interreg Grande Région entstanden. Er richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Akteure der Jugendarbeit in der Großregion, also in Deutschland mit Saarland und Rheinland-Pfalz, Frankreich, Luxemburg und Belgien. Der Kurs erscheint in deutscher und französischer Sprache.

Was Journalismus mit kritischem Denken zu tun hat
Wie können wir junge Menschen dabei unterstützen, Fake News und Desinformation zu erkennen? Und wie lernen sie, Informationen nicht einfach zu übernehmen, sondern Quellen zu hinterfragen und Inhalte kritisch einzuordnen? Diese Fragen werden angesichts der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz immer wichtiger. Denn KI verändert nicht nur, wie wir Informationen suchen und konsumieren. Sie macht es auch immer einfacher, Texte, Bilder, Audios und Videos zu produzieren.
Technische Tools zur Überprüfung von Inhalten sind dabei hilfreich. Aber sie allein reichen nicht aus. Mindestens ebenso wichtig ist die Fähigkeit, kritisch zu denken und die Qualität von Informationen selbst beurteilen zu können. Genau hier setzt mein Selbstlernkurs an. Dafür nutze ich das Handwerkszeug, mit dem ich selbst seit vielen Jahren arbeite: journalistische Methoden und Qualitätskriterien.

Drei Module mit viel Praxis
Der Selbstlernkurs besteht aus drei Modulen. Im ersten Modul geht es um die wichtigsten journalistischen Darstellungsformen im Newsbereich. Wie entstehen Nachrichten? Welche Regeln gelten für journalistische Inhalte? Und woran lässt sich guter Journalismus erkennen? Das zweite Modul beschäftigt sich mit der Stilistik von Audio- und Videotexten. Denn fürs Hören schreibt man anders als fürs Lesen. Wer versteht, wie solche Beiträge aufgebaut und formuliert werden, kann Medieninhalte auch bewusster analysieren. Im dritten Modul wenden wir dieses journalistische Handwerkszeug schließlich auf unterschiedliche Formen von Fake News und Desinformation an.
Zu den einzelnen Themen gibt es Arbeitsblätter und praktische Aufgaben, mit denen sich das Gelernte direkt ausprobieren lässt. Ergänzt wird der Kurs durch ein Begleitforum sowie eine umfangreiche Sammlung mit Literatur und weiterführenden Unterrichtsmaterialien für unterschiedliche Schulformen und Altersgruppen in Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg.

Medienkompetenz, die über einzelne Tools hinausgeht
Mir war bei der Konzeption besonders wichtig, nicht nur einzelne Werkzeuge zum Faktencheck vorzustellen. Tools verändern sich, neue KI-Anwendungen kommen hinzu und manipulierte Inhalte werden technisch immer ausgefeilter. Journalistische Grundprinzipien und kritisches Denken bleiben. Wer gelernt hat, Fragen zu stellen, Quellen zu überprüfen, Informationen einzuordnen und zwischen Nachricht, Meinung und anderen Darstellungsformen zu unterscheiden, hat ein wichtiges Werkzeug in der Hand, um sich auch in einer von KI geprägten Informationswelt besser zurechtzufinden.

Julia

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